Bioabfallbehandlungsanlage

Seit Oktober 2008 leistet die AWR mit ihrer Bioabfallbehandlungsanlage einen lokalen Beitrag zum Klimaschutz.
In der ersten Trockenvergärungsanlage für Bioabfälle in Schleswig-Holstein wird aus den Bioabfällen des Kreises durch Vergärung Biogas gewonnen. Anschließend wird dieses zur Stromerzeugung genutzt und die dabei im Blockheizkraftwerk entstehende Wärme versorgt die eigenen Gebäude sowie das angrenzende Industriegebiet. Als Endprodukt erhält man aus dem Gärrest auch noch hochwertigen Kompost, der größtenteils landwirtschaftlich genutzt wird. Als nährstoffreicher Bodenverbesserer und Wasserspeicher fördert Kompost nicht nur die Kraft der Pflanzen, sondern auch vielfältiges Leben im Boden.

Lernen Sie unten die Funktion der Biogasanlage kennen.


Virtueller Ausflug in die Bioabfallbehandlungsanlage

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Bioabfallbehandlung bei der AWR

Aus unserem Bioabfall ensteht Energie + Qualitätskompost!
Kaum zu glauben, aber wahr:

Radlader transportieren den angelieferten Bioabfall zu den Fermenterboxen.
Radlader transportieren den angelieferten Bioabfall zu den Fermenterboxen.
  • Anlieferung

    Die Müllabfuhr sammelt den Abfall aus den braunen Biotonnen ein und bringt ihn anschließend zur Bioabfall-behandlungsanlage der AWR. Nachdem die Biomasse in der Anlieferungshalle abgekippt worden ist, beginnt die Arbeit der Radlader. Sie transportieren das energiereiche organische Material zuerst in die Fermenter - dem Herzstück der Bioabfallbehandlungsanlage.



Entleerung einer Rottebox mit einem Radlader.
Entleerung einer Rottebox
  • Fermenter

    Die mit Biomasse gefüllten Fermenterboxen bleiben wochenlang luftdicht geschlossen. In ihrem Inneren wird der Bioabfall derweilen mit Hilfe zugeführter Bakterien vergoren. Während dieser Umsetzung entsteht Biogas, das zur Energiegewinnung genutzt wird.
    Auch der Gärrest aus den Fermentern wird in der Anlage weiterverarbeitet.



Das Blockheizkraftwerk auf dem Gelände des AWR
Das Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der AWR
  • Blockheizkraftwerk

    Das methanhaltige Biogas aus den Fermentern gelangt über Rohre zum Blockheizkraftwerk und treibt Verbrennungsmotoren an, die mit elektrischen Generatoren gekoppelt sind. Der so erzeugte Strom wird in das öffentliche Stromversorgungsnetz gespeist. Die Abwärme der Maschinen beheizt die Fermenter und darüber hinaus die Gebäude auf dem Betriebsgelände der AWR sowie auf einem benachbarten Industriegelände.



Kompost auf einem Förderband
Aus dem Gärrest ist wertvoller Dünger geworden.
  • Kompostierung

    Nach dem Fermenteraufenthalt kommt die Biomasse in Rotteboxen. Anschließend wird sie zu großen Kompost-mieten aufgesetzt. In diesen Phasen wandeln Mikroorganismen den Gärrest unter Luftzufuhr in Komposterde um. Durch die sich dabei entwickelnde Hitze werden Krankheitserreger und Unkrautsamen abgetötet.
    Der gesiebte Kompost wird als Dünger und Bodenverbesserer insbesondere in der Landwirtschaft verwendet.