Garten
Der Naturerlebnisraum von ca. 4 ha des AWR-Geländes besteht
aus einem natürlich belassenem Teil, in dem die heimische Flora
und Fauna sich ungestört entwickeln kann, und einem gestalteten
Garten mit Außenlernstationen. Auf den weiten Flächen des Natur-erlebnisraums entwickeln sich verschiedene Biotope, die mit mög-
lichst geringen Eingriffen seitens des Menschen gepflegt werden.
Informationstafeln informieren über den biologischen Nutzen und die
Pflege der einzelnen Stationen.
Der Lehrgarten mit all seinen Außenlernstationen im Überblick
Der Lehrgarten mit Außenlernstationen gliedert sich in verschiedene Bereiche, die den Weg des Materials von der Entsorgung über Wiederverwertung bis zur Rückgabe an die Natur veranschaulichen. Die splitterförmige Gestalt der Abteilungen, die durch bewachsene Mauern aus Betonsteinen begrenzt werden, betont, dass es sich hier nicht um einen üblichen Garten handelt. Die Lernstationen fordern zu eigenen Aktivitäten auf: Abfall ausgraben im Müllfriedhof, Tasten und Fühlen in Tastkästen und auf dem Barfußpfad, Riechen und Schmecken beim „Tischlein deck dich“, Beobachten am Insektenhotel und der Figurenbeute.
Dieser Lehrgarten wurde gestaltet von:
Professor Peter Hense (Architekt), Hans-Jürgen Bernitt (Garten- und Landschaftsbau Bernitt GmbH) & Gudrun Rix (Gartengestaltung)
Die Stationen des Lehrgartens im Detail:
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Littering
Der Eingangsbereich erregt Abscheu: der Bodenbelag besteht aus Schlacke, im Gestrüpp liegen alte Autoreifen, Fahrräder und Hausmüll. Hier ist auch ein „Müllfriedhof“ angelegt, an dem demonstriert werden kann, in welcher Zeit Materialien verrotten – wenn überhaupt. Durch einen Weidentunnel, in welchem sich der Barfußpfad mit unterschiedlichen Materialien befindet, gelangen die Besucher in den nächsten Bereich - das grüne Klassenzimmer.

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Das Grüne Klassenzimmer
Den Eingang in das Grüne Klassenzimmer säumen zehn Tastkästen, die zum Fühlen anregen. Das bunte Kunststoffgranulat auf den einfassenden Mauern und das farbige Glasgranulat auf dem Boden verdeutlichen Wiederverwertbarkeit und Schönheit recycelter Stoffe, die mit der natürlichen Umgebung harmonieren. Wandbegleitende Böschungen sind mit heimischen Gewächsen bepflanzt, ein Teich weist auf die Bedeutung des Wassers hin.

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Tischlein Deck Dich
Dieser Abschnitt vermittelt ein Bild natürlicher Schönheit mit ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für die heimische Fauna: Beeren tragende Gewächse, Nektar bildende Wildkräuter und -sträucher locken Insekten und Vögel über den Jahresverlauf an. Der Kiesboden erinnert an den Meeresstrand. Verwelkende Blüten veranschaulichen den ewigen Kreislauf der Natur. Ein Insektenhaus lädt besonders an sonnigen Tagen zum Beobachten der ein- und ausfliegenden Bewohner ein und im Gewürzgarten lernt man Kräuter genau kennenl – das Gefühl ihrer Blätter und den Geruch.

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Immigration
Dieser Bereich verweist schon durch den Bodenbelag aus aufbrechendem Beton auf die Vergänglichkeit und Regenerationskraft der Natur. In den Spalten wachsen Gräser und Wildblumen, vermodernde Holzstapel werden Heimstatt für Käfer, Komposthaufen ein Zuhause für Würmer. Insektenhotels und Nistkästen laden zum Einzug ein. Ein Laubtor entlässt die Besucher in offensichtlich weniger gestaltete Anlagenteile.

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Freilandarena
Eine kleine Freilandarena mit gemauerten Sitzplätzen schirmt die Anlage von den Parkplätzen ab. Hier kann vor dem Rundgang, zwischendurch oder abschließend geplauscht oder informiert werden. Eine kurze Pause in vollen Zügen - nahe der Natur - wird hier zum Erlebnis.

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Figurenbeute
Figurenbeuten - eine alte Volkskunst - sind lebende Skulpturen, geschnitzt aus ganzen Baumstämmen, mannshoch und massiv. Von weitem ahnt niemand, dass in Ihnen ein Volk Honigbienen lebt. Ursprünglich im Imkerhain zu Hause, werden Honigbienen nun auch direkt aus der Figurenbeute auf dem AWR-Gelände das betriebliche Umfeld erobern. Die Skulptur wurde von der Figurenbeutenschnitzerin Birgit Jönsson geschnitzt. Sie stellt einen Mistkäfer dar, - für die Abfallwirtschaft vereint er die Aspekte der Abfallverwertung in einem Kreislaufprozess und die Ressourcensicherung für künftige Generationen.







