Natur erleben in unserem Naturerlebnisraum
Naturerlebnisse tragen dazu bei, Stoffkreisläufe, wie wir sie in der Abfallwirtschaft gestalten,
besser zu verstehen. So bleibt das Gelernte im Gedächtnis verankert und ist auch besser
abrufbar. Unser Naturerlebnisraum besteht aus einem naturbelassenen Teil, in dem die
heimische Flora und Fauna sich ungestört entwickeln kann. Zusätzlich werden Brachflächen
auf dem Betriebsgelände im Sinne des Artenschutzes umgestaltet.
Die Stationen des naturbelassenen Erlebnisraum im Detail
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Knick
Der in unmittelbarer Nähe zu den Außenlernstationen gelegene Knickbereich wird als "Musterknick" gepflegt. Knicks bestehen aus auf einem Wall wachsenden Sträuchern und vereinzelten Bäumen. Sie gehören zu den artenreichsten Ökosystemen in Schleswig-Holstein. Ein Knick bietet zahlreichen Tieren Schutz und die verschiedensten Vogelarten finden in darin Futter und Brutplätze.
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Gefährdete Arten
Auf eigens dafür ausgewiesenen Flächen wird ambitionierten Hobbybotanikern die Möglichkeit gegeben, ihre Sammlung an seltenen und gefährdeten Pflanzenarten zu erhalten und zu vermehren. Wiederansiedlungen durch gezieltes Aussäen selten gewordener Pflanzen können einen zielgerichteten Lebensraumschutz nicht ersetzen, sind aber eine wirkungsvolle Maßnahme zum Erhalt der Artenvielfalt.
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Grünland
Zwei aus der Selbstbegrünung hervorgegangene und bis auf eine jährliche Mahd naturbelassene Grünlandflächen geben Einblick in die biologische Mannigfaltigkeit. Viele heimische Pflanzen und Tiere finden dort einen Lebensraum. Im Gegensatz zum intensiv genutzten "Dauergrünland" bietet das wildere Grün mehr Struktur- und Nahrungsvielfalt.

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Sukzession
Typische Bereiche eines industriellen Betriebsgeländes sind aus floristischer (und faunistischer) Sicht so genannte Störstellen wie z.B. Ödlandplätze und Schuttablagerungen. Sie werden zunächst von Pflanzen besiedelt, die als Erstbesiedler daran angepasst sind, Störungen oder periodisches Verschwinden ihres Lebensraums zu überleben. In der folgenden Sukzession (Vegetationsentwicklung) entfaltet sich von Jahr zu Jahr eine artenreichere Flora.

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Bienenweide
Blütenpflanzen, die den Honigbienen als Nahrungsquelle dienen, werden Bienenweiden oder auch Tracht genannt. Auf einer Fläche des Betriebsgeländes wurde eine artenreiche Mischung heimischer Pflanzen ausgesät, die ein im Jahresverlauf gleichmäßiges Angebot an Nektar und Pollen erblühen lässt. Die Bienenweide bietet nicht nur Nahrung für eine Vielzahl blütenbesuchender Insekten, sondern schafft Lebensraum für andere Tiere.
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Ackerwildkräuter
Als Ackerwildkräuter (Segetalflora) werden Pflanzen bezeichnet, die neben den auf Feldern und in Gärten angebauten Kulturpflanzen "von alleine" wachsen. Die Intensivierung der Landwirtschaft führte nach dem 19. Jahrhundert zu einem kontinuierlichen Artenrückgang dieser Ackerunkräuter und damit zu negativen Auswirkungen auf das Ökosystem Acker.









